MLB The Show 19 – Road to the Show #4: Neuheiten, Premieren und Positionswechsel

Zum bereits vierten Mal darf ich euch hiermit zu meiner MLB The Show 19 – Road to the Show Serie begrüßen.
In der letzten Ausgabe war ich nach Pensacola, Florida gereist und nun auch so richtig angekommen: Die ersten Heimspiele, die ersten Auswärtstripps, die ersten Hits, Singles, Doubles, Challenges und vieles mehr lagen bereits hinter mir.
„Erste“ ist ein gutes Stichwort: Ich möchte heute auf einige neue Features eingehen, die in diesem Jahr das erste Mal ihren Weg in das MLB-Spiel gefunden haben. Und natürlich meine Karriere in der Southern League vorantreiben.

Brandneu dazu gekommen: Das Menü zur Personality..
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)

Zuerst soll es um eine der auffälligsten Neuheiten des Road to the Show Modus gehen. Diese ermöglicht es mir, meinem Spieler eine Persönlichkeit zu verpassen und dabei sogar spielerische Vorteile mitzunehmen.
Wie im Bild zu erkennen, schaltet ein Vorankommen in einer bestimmten Eigenschaft (welche es gibt, könnt ihr in Teil 1 lesen) nach und nach Fähigkeiten der Stufe 1, 2, 3 und 4 frei, welche einem immer bessere und brauchbarere Vorteile verschaffen. Zu dem Zeitpunkt des Screenshots stand ich in Captain, Maverick und Lightning Rod erst jeweils bei 0 oder 1. Allerdings war die Eigenschaft Heart and soul bereits so weit ausgeprägt, dass ich auch ein so genanntes „Perk“ der Stufe 3 auswählen konnte. Hier gibt es beispielsweise die Auswahl zwischen Heart Attack (verstärkt meine Kontakt-Skills, wenn das eigene Team zurückliegt) und Heartwarmer (besseres Hitting in Spielen, die tagsüber stattfinden).
An der Stelle kommen dann auch die Beziehungen zu Teamkollegen ins Spiel: Jede der eben beispielhaft genannten Fähigkeiten kann auch noch einen Boost erhalten, der bestimmten Bedingungen unterliegt. Die Fähigkeit Heart Attack wird zum Beispiel geboosted, wenn ich mit zehn Teamkollegen den Status „Bro“ erreicht habe und dann gilt der Vorteil nicht nur bei Zurückliegen, sondern auch dann, wenn das Spiel unentschieden steht.
Interessant zudem: Wenn ich in zwei im Bild nebeneinander liegenden Fähigkeiten mindestens Stufe 3 erreicht habe, kann ich die auf dem Kreis zu sehenden Hybrid-Fähigkeiten auswählen, die natürlich noch hilfreicher sind.
Alles in allem gefällt mir das Feature wirklich gut, es haucht dem Modus etwas längst überfälliges Leben ein. Allerdings ist und bleibt es eine kleine Spielerei, die sich nicht großartig auswirkt.

Training am Smartphone? Wenn das so einfach wäre. Härter ist dann schon die Hantelbank.
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)

Doch nun wieder rein in den Sport. Um erfolgreich zu werden, muss jeder Spieler vor allem eins: Hart trainieren. Um all die existierenden Fähigkeiten in MLB The Show zu steigern, kann ich neben der Erbringung von Leistungen in den Spielen an sich auch die Tage für Trainingseinheiten nutzen, an denen keine Partien stattfinden.
In den meisten Fällen wähle ich einfach das gewünschte Training aus – zum Beispiel Batting-Übungen mit einem bestimmten Teamkollegen, um meinen Contact zu steigern – und dann bekomme ich angezeigt, welche Werte sich um wie viele Punkte gesteigert haben. Eine ähnliche Methodik findet sich übrigens auch in den EA-Varianten NHL und Madden NFL.
Manche Trainings sind allerdings seit diesem Jahr auch mit Minispielen versehen, wobei sich mein Erfolg in der Absolvierung dieser direkt darauf auswirkt, welche Steigerung der Attribute ich erreiche.
Ihr seht oben zwei Beispiele. Um meine Batting Discipline zu steigern, muss ich beispielsweise in einer Smartphone-App gute Reaktionen zeigen. Für 90 Sekunden lang fallen rote und blaue Bälle durch den Bildschirm, welche ich in den ebenfalls entsprechend eingefärbten Kästchen treffen muss. Klingt erstmal einfach, wird aber mit steigender Geschwindigkeit und Anzahl der fallenden Bälle gar nicht so einfach. Und rote Bälle in blauen Kästchen zu treffen (oder umgekehrt), gibt fette Minuspunkte, also obacht!
Um meine Power beziehungsweise Schlagkraft zu steigern, geht es zum Hantelstemmen. Dafür muss L1 und R1 gleichzeitig gedrückt werden und das immer schneller und kürzer hintereinander, um mehr Wiederholungen in den vorgegebenen 60 Sekunden zu schaffen. Auch das klingt simpel und ist es im Grunde auch, allerdings verkrampfen einem die Finger zum Ende hin leicht, wenn man davor schon eine ganze Weile gezockt hat.

Julian Collins hat sich von der achten an die zweite Position gespielt.
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)

Die Wochen verstrichen so und ich trainierte fleißig und zeigte auch bei Spielen vollen Einsatz, was mich zu einigen Doubles, RBI’s und einem überragenden Batting Average von .385 führte.
Währenddessen klappe auch das Fielding immer besser, auch wenn mir der Erfolg meiner Aktionen etwas zufällig erschien. Ich fing den Ball immer mit meinem Handschuh an der vorgegebenen Position, hielt bereits Dreieck für den Wurf an die zweite Base gedrückt und zielte dann entsprechend. Mal konnte ich das Stehlen der Base verhindern und ein Out erreichen, mal jedoch war ich trotz fast gleicher Bewegungsabläufe viel zu spät. Aber das würde ich schon noch rausbekommen! Zumal ich ja auch die Möglichkeit hatte, die Fähigkeiten Fielding, Reaction, Arm Accuracy und Arm Strength zu trainieren, was sicher helfen würde.
Mein Coach namens Duane Jimenez zeigte sich ob der genannten Zahlen sehr zufrieden mit meinen Leistungen und ließ mich nach und nach immer früher im Lineup schlagen, bis ich letztlich sogar die Nummer Zwei war.
Die Kehrseite: Er teilte mir nach einiger Zeit auch mit, dass man mich aufgrund von Umstrukturierungen im Team zeitweise an einer neuen Position ausprobieren wolle. Ich gab mittels der Gesprächsoptionen kein Missfallen zurück, da ich mich nicht unbeliebt machen oder meine Gunst bei ihm verspielen wollte. Allerdings brachte ich klar zum Ausdruck, keine Erfahrung als First Baseman (1B) zu haben. Das störte ihn allerdings nicht weiter und so kam es, dass ich mich von nun an in der Defense ohne meine gewohnte Schutzausrüstung auf der ersten Base wiederfand.

Antreten zum Gespräch unter vier Augen: Julian Collins im Büro von Trainer Duane Jimenez.
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)

Am Batting – also in der Offense – änderte sich als First Baseman natürlich nichts, hier schlug ich weiterhin solide bis sehr gute Durchschnittszahlen und entwickelte mich in den entsprechenden Attributen weiter (Contact, Power, Plate Vision, Plate Discipline, Batting Clutch).
In der Defense änderte sich natürlich einiges, da ich eine komplett neue Rolle verpasst bekommen hatte. Aber auch das lief sehr gut und machte fast einen Hauch mehr Spaß, als die Rolle des Catchers. Letztlich ging es auf der Position hauptsächlich um eine gute Reaktion, um schnelle Linedrives fangen oder Groundballs aufheben zu können. Je nach Situation musste ich den Ball dann selbst zur ersten Base tragen, dorthin werfen (zum Beispiel zum heraneilenden Pitcher) oder auch zur zweiten Base werfen. Auch musste ich häufig meinen Platz mit dem Fuß auf der Base einnehmen, um Würfe des Second Baseman zu empfangen und damit Double Plays zu vollenden. Durchaus eine spannende neue Aufgabe. Und nebenbei bemerkt ein nettes Feature, welches einen etwas variabler macht und die Aspekte des Spiels begreifen und üben lässt.

Ein Meilenstein für jeden jungen Spieler: Der erste Homerun der Karriere!
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)

Um sowohl genauer, als auch stärker schlagen zu können, nahm ich schon von Beginn an bei den Trainingseinheiten die Attribute Contact und Power in Angriff. Und das sollte sich auch alsbald bezahlt machen. Mein Hitting wurde nicht nur präziser, sondern auch stärker.
So kam es, dass ich in einem Auswärtsspiel gegen die Chattanooga Lookouts aus Tennessee – 400 Meilen von meinem neuen Zuhause entfernt – den ersten Homerun meiner Karriere schlagen konnte.
Und die Situation hätte nicht besser sein können: Es stand im neunten und damit letzten Inning 1:2 gegen meine Pensacola Blue Wahoos und zwei Outs hatten die Lookouts bereits forcieren können, sodass ich das Spiel in den meisten Fällen beendet hätte. Meine Gegner hatten allerdings nicht mit einem solchen Hit gerechnet. Die Frage nach dem Ort der Landung stellte sich nicht lang, er lag definitiv außerhalb des Stadions. HOMERUN!
Umso schöner: Meine Teamkollegen konnten dann im zehnten Inning dafür sorgen, dass sich meine Bemühungen auch bezahlt gemacht hatten und holten den Sieg.

Bei der Verfolgung einer Profi-Karriere im Sport ist ein Manager oder Berater unerlässlich.
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)

Erinnert ihr euch noch, wer mir in der zweiten Ausgabe der Serie von meiner Draft-Position erzählte? Richtig: Mein ehemaliger Coach und Übergangs-Manager. Da ich nun aber wirklich eine professionelle Karriere anstrebte und der auch immer näher kam, musste ein richtiger Manager her.
Und so meldete sich eines Abends nach einem Spiel John Kent von 989 Sports Management bei mir und bot mir seine Beratung an. Ich nahm dankend an.
Für euch zur Information: Dieses Feature ist nicht neu, sondern war bereits in der 18er-Version mit von der Partie. Der Agent – wie er in den Staaten heißt – würde sich nun in regelmäßigen Abständen bei mir melden und sich nach meinem Status erkundigen. Sollte ich mit meiner Position unzufrieden sein, würde er zum Beispiel mit dem Coach sprechen und bei einem benötigten Tapetenwechsel auch mit dem Twins-Manager über einen möglichen Trade. Durchaus nett gemacht und abermals eine von mehreren Kleinigkeiten, die etwas Abwechslung rein bringen. Immerhin ist „Trade wünschen“ bei NHL 19 beispielsweise nur ein einfacher Button.

An dieser Stelle endet der bereits vierte Teil meiner Serie zum Road to the Show Modus in MLB The Show 19. Ich freue mich wahnsinnig, dass ihr wieder reingelesen habt und bin gespannt auf euer Feedback.
Nachdem Julian Collins heute mit dem ersten Homerun einen tollen Meilenstein erreichte, werden im fünften Teil weitere spannende Highlights und wichtige Meilensteine folgen, das kann ich bereits jetzt versprechen.
Bis dahin jedoch…

Sportliche Grüße!

— Julian

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