MLB The Show 19 – Road to the Show #5: Allstar-Break und Zwischenfazit

Es ist eine kleine Weile her, aber mit großer Freude melde ich mich mal wieder mit meiner Serie zu Road to the Show, bei der in dieser Episode einige persönliche Meilensteine erreicht werden. Bleibt also in jedem Fall dran, denn das Vorgeplänkel ist vorbei.

Zuallererst ist es Zeit, mal ein statistisches Zwischenfazit zur bisherigen Saison zu ziehen: Es ist All Star Break. Der Moment in der Saison, wo in Amerika für einige Tage die Schläger und Handschuhe ruhen, um die bislang besten Spieler der jeweiligen Spielzeit in einem epischen Schlagabtausch zu ehren.
Oder ist das doch alles nur medienwirksame Show? Meine Meinung zu dieser alljährlichen Debatte erläutere ich vielleicht einmal an anderer Stelle. Doch dieses mal wollen wir die Pause nutzen, um einmal auf die Zahlen von Julian Collins zu schauen.
Dabei gebe ich immer in Klammern die Abkürzung für die jeweilige Statistik an, falls ihr euch in den Bildern zurecht finden wollt.

Es ist Zeit, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.
(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio

Zuerst fällt auf, dass ich mich in der Gesamtstärke (OVR) ganz schön gemacht habe. Durch fleißiges Training und eine Menge Spielpraxis hatte sich der Wert auf inzwischen 64 erhöht, womit ich in kleinen Schritten meinen langfristigen Zielen näher kommen konnte. In insgesamt 47 von 70 Spielen bewies ich bislang meine Klasse. Dass nicht gleich alle Spiele absolviert werden, ist gerade in den unterklassigen Minor Leagues übrigens völlig normal, weil der Trainer dort im Wechsel vielen verschiedenen Spielern die Chance gibt, ihre Stärken zu zeigen.

In 192 so genannten At-bats (AB, durchschnittlich über viermal pro Spiel war ich am Schlag), erreichte ich eine Batting Average (AVG) von über 35%, was mich in dieser Kategorie auf die einsame Spitze in Pensacola katapultierte. Insgesamt verzeichnete ich 68 Hits (H), davon 17 Doubles (2B), zwei Triples (3B) und einen Homerun (HR). Den habt ihr verpasst? Dann empfehle ich euch den vierten Teil dieser Serie. Die 17 Doubles brachten mich in der Statistik ligaweit übrigens auf den achten Platz.
Grundsätzlich bin ich mit der Anzahl der Hits und Doubles sehr zufrieden, es hätten allerdings gern noch ein paar kräftige Triples und Homeruns mehr sein können. Doch die Kraft trainiere ich weiterhin stetig, deshalb werden sich diese Werte sicher in Zukunft noch steigern.

Eine Seite reicht für Baseballstatistiken nicht. Nach dieser zweiten folgt auch noch eine dritte Seite.
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Auch für die Ergebnisse meines Teams konnte ich einen großen Anteil beitragen. Insgesamt an 49 Runs war ich beteiligt. 17 konnte ich durch eigene Runs (R) selbst verbuchen und bei 32 Runs meiner Mitspieler war ich am Schlag (RBI). Auch bei den RBI’s gab es nur zehn Spieler ligaweit, die eine höhere Zahl erreichten.
Und zum Thema Rennen: Bei zwölf Stealing-Versuchen gelangen mir acht Stolen Bases (SB) und viermal musste ich mich „caught stealing“ (CS) geschlagen geben.

Während ich mit diesen Werten sehr zufrieden war, haperte es an einer anderen Stelle noch ganz gewaltig: An der „Batting discipline“. Also daran, auch mal die Ruhe zu bewahren und nicht zu schlagen, wenn der Ball gar nicht in der Zone landet. Ich weiß nicht, wie es euch anderen Spielern da draußen geht, aber bei mir ist der Lernprozess an der Stelle sehr langsam und ich lasse mich noch leicht dazu verleiten, eher doch noch zu schlagen. Aufgrund dessen konnte ich in der kompletten Zeit bis zum Allstar-Break nur genau ein einziges mal vier Balls und damit einen Walk (BB) erreichen. Mehr oder weniger die einzige Zahl, die recht unrealistisch ist und damit heraussticht.
Dem gegenüber standen die gern verglichenen 13 Strikeouts (SO). Ein Verhältnis, über das sich sicherlich jeder Pitcher freuen würde. Generell kann man aber auch sagen, dass es verhältnismäßig wenige Strikeouts waren, weil ich häufig eben sehr früh schlug und damit ein Flyout, Popout, Grundout oder ähnliches erzielte.

Erster! Im Fußball würde man die Blue Wahoos nun Herbstmeister nennen.
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Immer nur ich, ich ich, das klingt ja fast egoistisch. Natürlich möchte ich euch nicht nur zeigen, was Julian Collins alles erreicht hat, sondern auch den Stand in der Saison der Pensacola Blue Wahoos! Und tatsächlich sah es an dieser Front bis zum Allstar-Break ganz gut aus, um nicht zu sagen sehr gut. Von 70 Spielen gewannen mein Team und ich (sorry, da war das Wort wieder!) 38 und verloren nur 32, was uns auf den ersten Platz in der Southern League South brachte.
Sollten wir dies in der zweiten Saisonhälfte halten können, stünde meinen ersten Playoffs nichts mehr im Wege. Doch: Dahin war es noch ein langer Weg!

Das Duell der Southern League: Die All-Stars aus dem Norden gegen die Vertreter aus dem Süden.
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Nicht aber zu meinem allerersten Auftritt in einem Allstar-Game und damit auch in einem MLB-Stadion. Ich war wahnsinnig glücklich, dass es direkt im ersten Versuch geklappt hatte, mich in die Auswahl der besten Sportler der „dritten Liga“ zu spielen.

Diese aufregende Reise führte mich in das fast 15 Autostunden entfernte Milwaukee und in die Heimat der Milwaukee Brewers, den Miller Park. Knapp 42.000 Menschen können hier dutzende Male pro Saison die Heimspiele ihrer Brewers sehen, doch heute sollten sie den besten Spieler der Southern League beim Baseballspielen zusehen und dafür waren auch tausende gekommen. Und das nicht zu Unrecht: Unter den Triple A All-Stars von heute finden sich ja immer auch MLB-Stars von morgen. Ein Paradies für Hobby-Scouts und Baseball-Fanatiker!

Als Spieler aus Pensacola, Florida trat ich natürlich im schicken, hellblauen Dress Southern League South All-Stars an.
Auf der fünften Position in der Batting Order durfte ich schlagen und in der Defensive meine angestammte Position als Catcher wahrnehmen und damit die Würfe von Pitcher Francesco Aguila fangen. Dieser ging mit einer Win-Loss von 8-2 und einem 1,52 ERA ins Allstar-Game. Starke Werte!

Die Nervosität stieg: Der womöglich erste Hit in einem Allstar-Game!
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In Drucksituationen gibt es bekanntermaßen zwei Arten von Menschen: Die einen versagen aus Nervosität vollends und die anderen werden davon so sehr gepusht, dass sie ungeahnt starke Phasen erreichen. Vermutlich gehört Julian Collins eher in die zweite Kategorie, die Vermutung liegt zumindest nah.
Warum? Weil ich in vier At-bats zur eigenen Verwunderung jedes mal on base kam. Zwei Singles und zwei Doubles standen am Ende eines ereignisreiche Tags im Miller Park auf dem Scoresheet. Und nicht nur das: Bei den beiden Singles im vierten und fünften Inning konnte ich außerdem durch meine Teamkollegen bis nach Hause laufen und bei den beiden Doubles im zweiten und sechsten Inning schlug ich jeweils einen RBI, verhalf also einem Teamkameraden zum Scoren eines Runs.

Eigentlich wollte ich mindestens ein weiteres Ereignis auch noch mit in dieser Folge reinnehmen, allerdings ist sie so doch zugegebenermaßen ganz gut gefüllt worden und ich hoffe, es hat euch dennoch gefallen.
Ich habe natürlich ein wenig vorausgespielt, weil ich zu ungeduldig bin, auf mein eigenes „Geschreibsel“ zu warten. Und ich kann euch sagen: In nächster Zeit geht es gut voran auf dem Weg zu unserem großen Ziel. Bleibt also unbedingt dran!

Sportliche Grüße!

— Julian

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