Ich freue mich sehr, euch heute bereits die siebte Folge meiner kleinen Serie zum oben genannten MLB-Modus präsentieren zu können. Allzu viele Folgen wird es nicht mehr geben, aber noch verfolge ich den Traum der Major League mit meinem Catcher Julian Collins. Und in der letzten Folge ist ein großer Schritt getan worden: Die Beförderung von Double A auf Triple A Niveau. Und die ersten Spiele standen auch nach einigen Gesprächen und Trainings sogleich an.
Die erste große Überraschung: Ein Teilziel – nämlich das, mit Mark Kepler zusammenzuspielen – konnte ich bereits bei meinem ersten Spiel für die Rochester Red Wings abhaken. Scheinbar war der Deutsche zum Farmteam nach New York degradiert worden. Das Lineup besagte: Max (Gesamtstärke: 71) schlug an sechster Position und ich (66) gleich danach an siebter.
Seine Entwicklung im Spiel spiegelt übrigens nicht so ganz die im realen Leben wieder. Denn dort mischt Kepler gerade die MLB auf und hat Ambitionen auf das Allstar-Team.

(Rechte liegen beim SIE San Diego Studio)
Die erste Serie von drei Spielen durfte ich direkt komplett bestreiten. Der Trainer wollte wohl wissen, was er von mir erwarten könnte. Die Rochester Red Wings hatten bisher keine gute Saison gespielt und standen bei 39-50, also einem negativen Record, der wohl auch so schnell nicht aufzuholen sein würde.
Ausgerechnet der Gegner in dieser ersten Serie – die Lehigh Valley IronPigs (Farmteam der Phillies) – hatten als direkter Konkurrent sicher keinen kleinen Anteil daran und standen mit 47-42 auch deutlich besser dar, als wir.
Es würde an ein Wunder grenzen, die Playoffs noch zu erreichen. Und ein Sweep oder zumindest Sieg dieser ersten Serie würde helfen.
Ausgerechnet ich konnte dazu am Wenigsten beitragen. Out um Out brachte ich meinem Team, sodass ich ersten Spiel 0 von 3 und im zweiten 0 von 4 erreichte. Immerhin konnte nach der verheernden 1:11 Niederlage zum Auftakt ein motivierender 4:2 Sieg danach gefeiert werden.
Das waren meinerseits aber in jedem Fall absolut ausbaufähige Werte. Aber der Qualitätsunterschied der Ligen machte sich hier direkt bemerkbar.
Immerhin lief das Catching besser. Allzu häufig kam ich nicht in spielbare Situationen, aber wenn dem so war, konnte ich meist sicher fangen und auch schnell den entscheidenden Wurf machen und einige Outs an der zweiten Base forcieren. Erfolgserlebnisse braucht der Mensch, äh Baseballspieler!

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Auch das dritte Spiel konnte, nebenbei erwähnt, mit abermals 4:2 gewonnen und damit die Serie erfolgreich abgeschlossen werden. Nach bisher 0 Hits in 7 At-bats erbrachte ich im dritten Spiel aber auch erstmals meine Leistung: Immerhin ein Single bei drei Versuchen gelang mir. Dennoch waren es nun natürlich 1 aus 10 und das musste dringend besser werden!
Das tat es auch, und das gleich in der nächsten Serie. Gegen die Norfolk Tides – mit dem unfassbar cool aussehenden Seepferdchen auf dem Logo – legte ich eine tolle Serie hin. Zuerst erreichte ich 5 aus 6 im ersten Spiel nach Extra Innings, dann setzte ich das zweite Spiel erholungsbedingt aus, bevor ich dann in Spiel 3 wieder ran durfte.
Und da geschah es: Ein Fastball an die untere Grenze der Strikezone, ein Stride, ein Schwung, ein Hit und zack. Mein Schläger beförderte den kleinen weißen Ball Meter um Meter in die Luft und das so hoch, dass er erst in den Zuschauerrängen wieder herunterfiel. Homerun!

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Ich lief zügigen Schrittes um den Platz und fiel dann den ersten wartenden – noch recht neuen – Teamkollegen um den Hals, bevor ich breit grinsend den Weg in den Dugout antrat.
Das weitere Spiel verlief ereignislos. Doch nach dem Spiel versammelten sich die Reporter um den jungen Star, der sich natürlich die Zeit nahm, um jegliche Fragen zu beantworten. Im Spiel ist es derer nur eine, aber es muss sich ja etwas spektakulärer lesen!

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Obwohl ich immer wieder schwankte, wurde ich im weiteren Verlauf der restlichen Triple A Saison immer besser, sodass auch der Schwierigkeitsgrad sich steigerte, teilweise auf Allstar hoch, was ich bisher noch nie erreicht hatte. Immerhin ist das auch erst mein zweites MLB The Show Spiel, demnach war das schon eine Leistung.
Ein besonderer Erfolg gelang mir ein paar Wochen nach dem ersten Homerun, als ich meinen dritten und letzten der Saison schlug. Es war jedoch kein normaler.
Ich realisierte erst kurz nach dem Schlagen und während mein Spieler noch die Bases umrundete, dass mir dies drei weitere Spieler nachtaten. Ich hatte also einen berüchtigten Grand Slam geschafft! So nennt man es im Baseball, wenn alle drei Bases loaded sind und man dann einen Homerun schlägt, dass das eigene Team vier Runs zugeschrieben bekommt. Das sind natürlich ganz besondere Momente in der Karriere!

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Da ich einen großen Teil des Jahres bei den Pensacola Blue Wahoos gespielt hatte, verging die restliche Saison in Rochester – bei denen ich ja auch nicht direkt Stammspieler war – sehr schnell. Leider schlossen die Red Wings die Saison mit 67 Siegen und 73 Niederlagen ab, womit ich das Verpassen der Playoffs leider nicht mehr verhindern konnte.
Doch zugegebenermaßen war das natürlich auch nicht das einzige Ziel, sondern ich wollte mich bei dem Team im Bundesstaat New York auch persönlich weiterentwickeln. Aus diesem Grund schauen wir nun ein weiteres mal auf meine persönlichen Statistiken aus den 37 Spielen an und dabei vergleiche ich natürlich auch mit meinen Leistungen im ersten Teil der Spielzeit, die ich noch in Florida verbrachte. Dort waren es 61 Spiele, an denen Catcher Julian Collins beteiligt war.

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Natürlich muss beim Vergleich auch beachtet werden, dass die Konkurrenz auf Triple A Niveau um ein Vielfaches größer war. So würde ich die gesunkene Batting Average von 36,4% (Double A) auf 34,0% (Triple A) nicht als schlechtere Leistung betrachten, sondern letzteren Wert trotz einer deutlich stärkeren Liga zu erreichen, ist immer noch sehr stark.
Wo sich die stärkeren Gegner (auch im Feld) ebenfalls bemerkbar machen: Extra Base Hits. Nur vier Doubles statt 24, kein einziger Triple statt fünf noch zuvor. Komischerweise hatte ich jedoch drei Homeruns geschlagen, mich hier also deutlich weiterentwickelt. So hatte ich doch für die Blue Wahoos nur einen einzigen geschafft.
Als sehr stark würde ich die nur sechs Strikeouts in 156 At-bats bewerten, auf Double A Niveau waren es noch derer 16.
Außerdem unterlief mir in der Defensive nicht ein einziger Fehler, sodass ich eine Fielding Percentage von 100% erreichte!

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Um euch kurz auf den Stand zu bringen, was in der ersten Saison sonst noch so passierte: Die Los Angeles Dodgers haben die Houston Astros in der World Series 2019 geschlagen und sich damit zum Sieger gekürt. Beinahe hätten die Dodgers also nach den Niederlagen gegen Houston (2017) und Boston (2018) schon zum dritten mal den Titel knapp verpasst. Ein „Triple“, dass bisher nur die New York Giants (1911-1913 und die Detroit Tigers (1907-1909) verbuchen konnten.
Meine Minnesota Twins hatten übrigens die Playoffs deutlich verpasst. Mit 71 Siegen und 91 Niederlagen lag man deutlich unter den Erwartungen.
Außerdem wurden (siehe Bild) Ichiro Suzuki und Albert Pujols in die Hall of Fame aufgenommen, nachdem beide von 2000 bis 2019 mustergültige Karrieren hingelegt hatten.

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Um vor dem Ende noch einmal kurz auf mich zurückzukommen: Natürlich hatte man oben in den Büros der Twins von meinen Leistungen gehört und sich dazu entschieden, mir abermals einen Einjahres-Vertrag zu geben. 80.000$ sollte ich verdienen (also 19-jähriger nicht übel) und in der nächsten Saison Triple A Starter sein. Mal schauen, ob es auch so kommt…
Das war es nicht nur für die erste Saison, sondern auch für diese Episode. Die erste Spielzeit war sehr ereignisreich und brachte viele aufregende Entwicklungen und Meilensteine. Natürlich werden sich die nächsten etwas weniger ziehen und nur noch eine oder zwei Episoden andauern.
Sportliche Grüße!
— Julian